Johannes Leopold Sievers

Ein Hamburger Ingenieur

Johannes Leopold Sievers wurde am 16. November 1871 in Hamburg Bergedorf als Sohn des Johann Christoph Sievers und der Luise Margarete Warnke geboren. Sein Vater war in Bergedorf als Hotelier und Gastronom tätig. 


Er starb am 9. Januar 1944 in Wewelsfleth; Geburt und Tod markieren fast genau die Lebensdauer des als „Deutschen Reich“ bezeichneten deutschen Nationalstaates zwischen 1871 und 1945.


Sein Geburtsjahr 1871 ist das Jahr der deutschen Reichsgründung. 1871 markiert auch das Beginn der Gründerzeit, der sich ab 1873 eine fast 20 Jahre andauernde Phase wirtschaftlicher Stagnation anschloss. Eine Stagnation, die auch seine Kindheit durch die wirtschaftlichen Herausforderungen für seinen Vater prägte. 

Johannes Leopold Sievers wurde 1926 vom Betriebsleiter der Bergedorfer Werke zum Direktor der Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW) befördert. Im Zuge der Beförderung zog die Familie Sievers im März 1926 aus dem Reinbecker Weg 42 in Bergedorf in die Hagenau 63. 


Im Rahmen der „Operation Gomorrha“, die Serie von Luftangriffen, die vom Bomber Command der Royal Air Force (RAF) und der Eighth Air Force der USAAF im Luftkrieg des Zweiten Weltkriegs vom 24. Juli bis 3. August 1943 auf Hamburg ausgeführt wurden, wurde das Anwesen in der Hagenau 63 zerstört, als das Feuer eines Nachbarhauses auf das Haus übergriff. Johannes Leopold findet mit seiner Frau Zuflucht bei seiner Tochter und seinem Schwiegersohn in Wewelsfleth. Dort stirbt er am 29. Januar 1944 im Alter von 72 Jahren